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Was bedeutet der 1. Dan oder Schwarzgurt? Experte oder Novize?

Im Bereich des Taekwondo markiert das Erreichen des 1. Dan, des Schwarzgurts 1. Grades, einen Meilenstein, der nicht nur das Ende einer Reise, sondern den Beginn einer neuen Reise symbolisiert. Diese begehrte Leistung wird oft als Höhepunkt des Trainings missverstanden, in Wirklichkeit bedeutet sie den Abschluss der Grundlagenphase und den Beginn einer fortgeschrittenen Reise in der Kunst des Taekwondo. Der Schwarzgurt 1. Grades steht für ein tiefes Verständnis der grundlegenden Techniken, Muster und Prinzipien, die das Taekwondo definieren. Es ist jedoch auch eine Anerkennung dafür, dass der Schüler nun die Werkzeuge erworben hat, um tiefer in die komplexe Welt der Kampfkünste einzutauchen. Es verkörpert die Vorstellung, dass der Schüler bereit ist, die Verantwortung für sein eigenes Wachstum und seine eigene Entwicklung zu übernehmen, während er ständig Weisheit und Anleitung sucht. Eines der Kernprinzipien des Taekwondo ist das ständige Streben nach Selbstverbesserung, sowohl körperlich als auch geistig. Mit dem Schwarzgurt 1. Grades muss ein Praktizierender nun die Grundsätze des Taekwondo - Höflichkeit, Integrität, Durchhaltevermögen, Selbstdisziplin und Unbezwinglichkeit weiter verinnerlichen und sie im täglichen Leben verkörpern. Darüber hinaus bedeutet das Erreichen dieses Ranges ein besseres Verständnis für die philosophischen Aspekte des Taekwondo. Die Kunst besteht nicht nur aus Kampftechniken; es ist eine Lebensweise. Der Praktizierende beginnt die Bedeutung hinter den Mustern, die Symbolik in Bewegungen und Konzepte zu begreifen. Außerdem wird der Inhaber des Schwarzgurts 1. Grades oft als Vorbild für jüngere Schüler gesehen. Dieses fügt Verantwortung hinzu, da von ihnen erwartet wird, dass sie die niedrigeren Ränge anleiten und betreuen, ihnen nicht nur Techniken beizubringen, sondern ihnen auch die Werte und Prinzipien des Taekwondo vermitteln. Es ist wichtig zu beachten, dass der Weg im Taekwondo noch lange nicht vorbei ist, obwohl der Schwarzgurt 1. Grades einen bedeutenden Meilenstein darstellt. Der Praktizierende muss nun die Anleitung von erfahrenen Ausbildern und Meistern suchen, um seine Fähigkeiten und sein Wissen zu erweitern. Diese Mentoren spielen oft eine entscheidende Rolle bei der Gestaltung des Weges, indem sie ihnen ebenfalls die Weisheit vermitteln, welche über Generationen weitergegeben wurde. Abschließend ist das Erreichen eines Schwarzgurts 1. Grades gleichbedeutend mit dem ersten Schritt auf einem weiten, reichen und erfüllenden Weg. Mit Bescheidenheit, Ausdauer und der Anleitung durch diejenigen, die diesen Weg schon gegangen sind, begibt sich der Träger des 1. Grades des Schwarzen Gürtels auf eine schier endlose Reise auf dem Weg des Taekwondo.

 

Wie lang dauert es bis zum 1. Dan Schwarzgurt in Taekwondo?

In der Welt des Taekwondo variiert die Zeit, die benötigt wird, um den Schwarzgurt zu erreichen, abhängig von verschiedenen Faktoren wie Alter, persönlicher Trainingseinstellung und Trainingshäufigkeit. Kinder und Jugendliche haben unterschiedliche Entwicklungsgeschwindigkeiten und Fähigkeiten, was sich auf den Fortschritt durch die Gürtelränge auswirkt. Kleine Kinder benötigen in der Regel viel, viel länger um jede Stufe zu absolvieren. Dies liegt daran, dass sie sich oft langsamer auf die körperlichen und geistigen Aspekte des Trainings einstellen. Sie müssen auch lernen, sich zu konzentrieren und Disziplin zu entwickeln, was Zeit in Anspruch nehmen kann. Im Taekwondo wird nicht empfohlen, dass Kinder unter 12 Jahren den Schwarzgurt erreichen. Selbst wenn ein Kind vor dem 16. Lebensjahr den Schwarzgurt erhält, wird dieser als Junior Schwarzgurt, Jugend Dan oder Poom-Träger/in bezeichnet. Der Junior Schwarzgurt erkennt die Fähigkeiten und das Engagement des jungen Schülers an, aber es wird so verstanden, dass sie noch nicht das volle Spektrum der Techniken und das Wissen eines erwachsenen Schwarzgurtes haben. Wir erwarten, dass fortgeschrittene Schüler beim Training immer und zu jeder Zeit an ihre körperlichen Grenzen gehen zudem ebenfalls immer als Vorbild für die jüngeren Sportler/innen dienen. Ältere Sportler/innen oder Späteinsteiger sollten ebenfalls ihre Grenzen austesten, sicher müssen diese keine Konditionswunder mehr erreichen, jedoch ist eine Leistungssteigerung auch im höheren Alter erstrebenswert.

Ab dem 16. Lebensjahr müssen Schüler, die den vollen Schwarzgurt anstreben, die Erwachsenenprüfungen absolvieren. Diese Prüfungen sind anspruchsvoller und erfordern ein höheres Maß an technischer Fertigkeit und theoretischem Verständnis. Insgesamt kann es für einen engagierten Jugendlichen oder Erwachsenen etwa 5 bis 6 Jahre dauern, den Schwarzgurt zu erreichen, vorausgesetzt, das Training wird regelmäßig und mit Hingabe absolviert. Für Kinder kann dieser Zeitrahmen jedoch erheblich länger sein. In wenigen Fällen konnten einige unsere erwachsenen Sportler/innen in 4,5 Jahren den 1. Grad Taekwondo erreichen. Manche brauchen hingegen 10 Jahre oder auch mehr. Es ist uns wichtig zu betonen, dass der Weg zum Schwarzgurt eine Reise der persönlichen Entwicklung ist und nicht nur ein Ziel. Die Zeit, die benötigt wird, um diesen Rang zu erreichen, sollte als Gelegenheit für Wachstum, Lernen und die Verbesserung von Fähigkeiten gesehen werden. Bei uns unterscheiden wir auch einen Schwarzgurt von einem Danträger. Kurz beschrieben wäre ein Schwarzgurt jemand, welcher die Ausbildung durchlaufen hat, sich jedoch noch nicht wie ein Danträger verhält. Speziell bei den Kindern oder jugendlichen und jungen Erwachsenen gibt es erhebliche Unterschiede. Manche sind im Glauben, es reiche einfach aus regelmäßig beim Training zu erscheinen, um eine Zulassung zu erreichen. Übersehen jedoch gerne oft das Do und die geistige Entwicklung welches beim Taekwondo eine erhebliche Rolle spielt. Sportler, welche nur eines im Sinn haben, nämlich möglichst schnell zu nächsten Prüfung zugelassen zu werden. Sportler/innen welche nicht das ganze Repertoire des Taekwondo erkennen. Sportler/innen welche nur an sich denken und nicht Teamfähig sind, werden wir früher oder später ausbremsen. Wenn die geistige Einstellung nicht mitwächst, kann keine Graduierung folgen, so viel sollte gesagt sein. Einen schwarzen Gürtel muss man sich über die Jahre hart erarbeiten und verdienen, geschenkt bekommt man diesen nicht! Je höher der eigene Dan, muss ebenfalls immer und zu jeder Zeit die Bereitschaft vorhanden sein, sein Wissen weiterzugeben und andere Sportler/innen auf ihren Weg zu unterstützen. Einzelkämpfer sind beim Taekwondo nicht gerne gesehen.